Schlaflose Nächte dank Schlafapnoe

Ich könnte ja auch „Guten Morgen“ schreiben. Aber so richtig schön ist der Umstand nicht. Es ist 1:30 Uhr und ich kann gerade nicht mehr schlafen. Schuld ist meine Schlafapnoe und meine Nase ist zu. Gut, ich bin auf Wunsch meiner Kinder mit ins Bett gegangen und entsprechend 20:30 Uhr eingeschlafen, aber fünf Stunden mit Unterbrechungen sind nicht gerade viel. Ich merke auch, dass die Stoffwechselprozesse nicht beendet sind, denn ich habe ein ordentliches Völlegefühl. Gut, gegen diese Art von Einflüssen kann man sich vorzeitig Luft verschaffen…

Es hilft nichts, denn sich im Bett wälzen hilft auch nichts. Ich plane, eine Stunde produktiv zu sein und dann erneut einen Versuch zu wagen. Meist wird daraus nichts, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Also mache ich meinen Laptop an, greife mir zwei Clementinen und setze heißes Wasser für einen Einschlaftee an.

Und hiermit fange ich an,  Gewohnheiten zu ändern: Clementinen statt Spekulatius, Tee statt Kaffee. Es ist nicht so , dass ich vor Heißhunger wach werde und gleich zum Kühlschrank renne, aber es bot sich an. Meist war es so, dass ich in solchen Nächten Trost in Schokolade gesucht und gefunden habe. Sollte ich deswegen unterbewusst wach werden? Weiß mein Unterbewusstsein, dass es sich „lohnen“ könnte aufzustehen? Da wäre ich ja mein eigener Feind. Augenblicklich muss ich an NLP denken. Außerdem wäre das blöd, weil man lieber anderen die Schuld gibt.

Schlafapnoe macht keinen Spaß, trifft Dünne wie Dicke, wobei übergewichtige Menschen offensichtlich mehr darunter leiden. Eine Form der Therapie ist, mit einer sogenannten CPAP Maske zu schlafen. Ich kann das nicht. Ich versuche es zwar immer wieder, aber bereits innerhalb der ersten Stunde reiße ich sie mir im Halbschlaf wieder runter. Eine Freund hat dagegen gute Erfahrungen gemacht.

Ich muss irgendwann mehr darüber schreiben, aber der Tee ist durchgezogen und wartet. Gute Nacht!

Start multimodales Therapieprogramm

Heute sollte also das Multimodale Therapieprogramm starten

„So dann ziehen Sie mal Ihre Sportsachen an!“

– Whaat? Welche Sportsachen?

Im Rahmen des Multimodularen Konzepts im Adipositas-Programm (es gibt sicherlich einen offizielleren Namen) habe ich natürlich gedacht, dass die erste Stunde eher einen Info-Abend-Charakter hat; Vorstellungsrunde, Bekanntgabe der Absichten, Verlauf von Diäten usw…

Nee, nee. „So, dann ziehen Sie mal Ihre Sportsachen an!“. – Nun, ich hätte da ein Problem… „Macht nüscht, machen Sie eben in Jeans, kein Problem“. Nachdem unsere Namen erfasst waren und wir zum Duzen genötigt wurden, ging es auch schon los. Der Mini-CD-Player wurde angeschmissen und die Venga-Boys gaben mit „schalala in the Morning“ den Takt an. Die ersten Übungen fingen an und ich – ganz ehrlich – wusste nicht so genau, wo ich hinschauen sollte. Gott, war das peinlich. Seniorensport.

Ich habe Handball, Fußball, Volleyball gespielt, war im Schwimmverein, wurde fast deutscher Meister im Kraftdreikampf, habe in meinem Leben etliche Schwarzgurte jeder Couleur aus dem Anzug gehauen und jetzt hebe und senke ich die Arme im Takt der Venga Boys. Ich habe mir einen Fixpunkt an der Wand gesucht, den ich anstarrte und versuchte ultrakonzentriert auszusehen, damit ich nicht gleich zu Beginn als der Miesmacher dastehe. Immer fein mitmachen. Das Ziel vor Augen also auch Stepp nach links, Stepp nach rechts.

Ich ertappte mich natürlich dabei, mal zu den anderen zu schmulen. Und tatsächlich. Der Hälfte der Teilnehmer war die Übung schon zu schwierig. Das mag am mangelnden Taktgefühl (Rhythmus) liegen, oder weil die Beine nicht hinterherkommen. Ich erinnerte mich schnell, warum ich hier war und machte mir bewusst, dass ich trotz meines massiven Übergewichts im Verhältnis der „schlankeste“ war. Und ja, die meisten waren auch älter als ich. Somit wurde mir schnell klar, dass ich ev. „rechtzeitiger“ die Bremse gezogen hatte und einen Entschluss gefasst hatte.
Und nachdem ich eine 2 Kilo-Hantel um meine Hüften bewegte, rann mir auch die erste Perle von der Stirn. Staunen.

2 Kilogramm Hantel… 1990 habe ich knapp 200 kg beim Kniebeugen gedrückt und 160 kg beim Bankdrücken. Aber das ist lange her und ich muss aufhören in der Vergangenheit zu schwelgen. Mit meinen 20 Liegestützen, die ich heute noch schaffe, muss ich erst mal glücklich sein. Und eine 2kg Hantel in die Luft schwingen lassen. Hier und heute keine Wettkämpfe – hier und heute das multimodale Therapieprogramm für Übergewichtige.

„Sie haben mal Kraftsport gemacht, was?“ Na das ging runter wie Öl. Man sieht sie also noch die Muskulatur, auch wenn ich dick bin. Ich hatte innerlich mein breitestes Lächeln aufgesetzt, nickte aber nur bescheiden. „Das sieht man!“. Ja, so kann der Abend weitergehen. „Ihre Sehnen sind deutlich verkürzt“. So kann der Abend einpacken!

Es bildete sich ein Film auf der Brust: Schweiß. Du alte Hexe. Machst mich rund und nass. Wir werden keine Freunde werden. Und schon war dieser Teil des Abends beendet. Es sollte heute nur eine Einführung sein. Wir sollten nun den Raum wechseln und tatsächlich mit Ernährung beginnen. Ich griff in die Tasche und holte mein Wasser raus. Durst!

Hier wurde der Gesprächskreis eröffnet und die meisten meinten, sich in private Gespräche vertiefen zu müssen. Wie unhöflich. Ich dachte, dass ich nicht so der Gruppentyp bin und nahm mir vor, mich anderen gegenüber nicht allzu sehr zu öffnen. Ich habe mein Ziel vor Augen und werde mich ausschließlich darauf konzentrieren. Und schon werde ich von meinem rechten Sitznachbarn angequatscht, der mir einreden wollte, dass das einzig wahre ein Whisky wäre. Das stand sicherlich in einem Zusammenhang, aber ich bekomme es einfach nicht mehr zusammen. Es interessiert mich einfach nicht. Ich stelle mir gerade vor, einer der Teilnehmer liest das hier. Egal.

Es stellte sich heraus, dass die meisten nicht so begeistert von diesem multimodaleb Therapieprogramms waren, da alle Angst hatten, ev. tatsächlich abzunehmen. Denn während alle miteinander quatschten und jeder seine Geschichte unbedingt erzählen wollte, fragte die Dozentin, ob denn ein jeder schon einen Entschluss in Hinsicht einer OP gefasst hätte. Ruhe…

Ich ergriff das Wort. Ich hätte ihn wohl gefasst, denn alle meine Bemühungen in den letzten Jahren wären nachhaltig ergebnislos geblieben. Sicherlich konnte man Dank von Diäten eine Menge Gewicht verlieren, doch der Jo-Jo-Effekt hätte eben immer zugeschlagen, wenn die Konzentration auf die Gewichtsreduktion nachließ. So wäre ich mir ziemlich sicher, dass es wohl die OP werden würde. Dann zogen die anderen nach und berichteten zum Teil das bereits gehörte. Alles in allem aber für mich plausible Gründe, die dem meinen ähneln. Hinzu kommt, dass jeder andere Begleiterscheinungen hat, die eine OP, sei es Schlauchmagen oder Bypass unumgänglich machen. Eine Teilnehmerin z. B. hatte Diabetes und lebt mit einer Insulinpumpe. „100% ack“ würde jetzt ein Netzwerk-Admin sagen, was so viel wie hundertprozentige Zustimmung bedeutet.

Zurück zum Kurs. Wir haben ein wenig und allgemein über Ernährung gesprochen und sind den Plan der nächsten Treffen durchgegangen. Es wird die Ernährungspyramide sein. Einmal werden wir gemeinsam einkaufen gehen. Ich bin gespannt. Nein ehrlich, ich bin wirklich gespannt. Auch nach einer eventuell stattfindenden OP ist es mit der Rasur des Magens ja nicht geschehen. Alles wird anders sein. Und wenn nach der wochenlangen Trinkphase die ebenso lange Breiphase vorbei ist, ist die Nahrungszufuhr erst einmal auf 150 ml pro Portion beschränkt. Da sollte man genau wissen, was man zu sich nimmt. Ich muss gerade unweigerlich an den Marsianer denken, gespielt von … Jason Bourne. Ja, ich bin müde 🙂

Tatsächlich freue ich mich, dass ich begonnen habe, am multimodalen Therapieprogramm teilzunehmen und in 14 Tagen werde ich wieder da sein – nur eben mit Sportsachen.

Der Glukosetoleranztest

Für die Beurteilung meines weiteren Krankheitsbildes war heute die Durchführung eines sogenannten Zuckerbelastungstest (Glukosetoleranztest) vorgesehen. Vorbereitend wird drei Tage vorher ganz normal gegessen und sich wie gewohnt bewegt. Sport wie die Zunahme von hohen Alkoholkonsums kann das Ergebnis verfälschen. Nun, das eine ist wie das andere aktuell aus meinem Leben verbannt, obgleich verschiedener Ursachen.

Seit gestern Abend 22:00 Uhr durfte ich nur noch Wasser trinken. Morgens max. ein Glas Wasser zu trinken stellt jetzt nicht so das Problem dar, auch wenn ich ausgewiesener Kaffeejunkie bin. Der Kaffeevollautomat hat mich aber ganz schön schief angeschaut als ich ihn gekonnt ignorierte. Ein Reminder in Form eines Post-it wäre nicht nötig gewesen.

Aber die Stimmen aus der Zigarettenschachtel wie „Rauch mich; Nimm mich, Nur einen Zug…“ waren schon eine andere Hausnummer. Alter Falter, da geht einiges in einem vor. Gleich bei Amazon das Buch von Allen Carr „Endlich Nichtraucher“ bestellt. So will man ja auch nicht leben… Doch dazu demnächst sicherlich mehr.

Ich griff, die am Mittwochabend in der Apotheke besorgte Flasche Accucheck, die ich im Tausch gegen ein Rezept und fünf Euro nochwas erhalten habe und fuhr ins Krankenhaus…

Hier habe ich schnell bemerkt, dass nicht mehr mit Flexülen gearbeitet wird, sondern für jede der drei anstehenden Blutentnahmen mit jeweils neuen Spritzen neu angesetzt wird. Nachdem ich mich also bereits Montag und Dienstag löchern ließ, sollte ich am Ende des Prozedur wie ein Junkie aussehen.

Nach der ersten Abnahme musste ich innerhalb von 10 Minuten den echt widerlichen Saft austrinken. 300 ml sind kein Pappenstiel, wenn es partout nicht schmeckt. Bereits nach 10 Minuten bemerkte ich die Wirkung. Ich wurde müde. Sehr müde! Im Wahrsten Sinne des Wortes: Ein Belastungstest.

Ich ertappte mich, dass ich wohl zwei, drei Mal eingenickt sein musste. Die übrigen Patienten im Wartebereich schauten mich zumindest amüsiert an, als ich jedes Mal den Kopf hob. Habe ich geschnarcht? Ich bin der Schnarcher vor dem Herren (Anmerkung und Aufgabe an mich: Wo finden eigentlich die Weltmeisterschaften im Schnarchen statt?), aber das würde  ich im Hals merken, denn nach dem Schnarchen spüre ich ein etwas rauhes Gefühl im Hals; Das war heute nicht der Fall. Nach einer Stunde folgte die zweite Blutabnahme, nach der zweiten Stunde die dritte. Dann konnte ich nach Hause fahren.

Meinen Plan im Homeoffice fleißig zu sein, konnte ich jedoch schnell begraben. Kopfschmerzen und die Signale meines Darms, diesen Saft endlich wieder loszuwerden, begleiteten mich bis Abends. Ein Mittagsschlaf brachte leider auch nicht die erwünschte Wirkung. Egal, der Tag war futsch, aber er diente einem guten Zweck.

Offensichtlich bin ich nicht der einzige, der diese Erfahrung mit dem Zuckerbelastungstest gemacht. Weitere Quellen finden sich hier und hier:

Sollte ich das selber noch einmal lesen, es war der Tag als ich beide Frauen in Quarantäne in den Westflügel schob, da sie beide Halsschmerzen und Schnupfen hatten. Emmi musste zum HNO, da das einsetzende Nasenbluten nicht enden wollte. Ein Löten war unmöglich, da alles bereits offen war. Somit stand ja noch die Pflege der beiden an. Tee kochen, Essen machen usw… Kurz: Langweilig war es nicht!

Der Dexamethasonhemmtest

Obgleich mir gestern bereits fünf Ampullen meines kostbaren Blutes abgenommen wurden, stand heute früh um 08:00 Uhr die nächste Entnahme an. Allerdings unter anderen Voraussetzungen.

Dazu musste ich mich gestern Abend ich bis 23:00 Uhr wach halten um 2 mg Dexamethason (vier Tabletten a 0,5 mg) zu schlucken.

Beim Dexamethason-Kurztest handelt es sich um eine endokrinologische Laboruntersuchung und um einen Provokationstest.

Hintergrund: Das Cushing-Syndrom ist eine übermäßige Konzentration von Cortisol im Blut, unter anderem mit erhöhtem Blutzuckerspiegel und bei chronischer Form typischen Körperform Änderungen. Es wurde nach dem Neurologen Harvey Williams Cushing benannt.

Die Schlucken der Dexamethason-Tabletten bewirkt über eine negative Rückkopplung eine Suppression von CRH und ACTH und damit eine Suppression des Serum Cortisols sowie der Ausscheidung des Cortisols im 24-Stunden-Urin. Eine fehlende Suppression nach Gabe von 1 mg Dexamethason belegt den Hypercortisolismus (chronisches Überangebot von Cortisol im Körper).

Der niedrig dosierte Test über Nacht gilt als guter Screening-Test. Er sollte jedoch nicht als alleiniges Kriterium zur Diagnose eines Hypercortisolismus herangezogen werden. Die Bestimmung eines um Mitternacht beim Patienten bestimmten Cortisolspiegels kann dann als zweiter Test durchgeführt werden. Ein erhöhter Wert um Mitternacht ist als Hinweis auf einen Hypercortisolismus zu werten.

Nach drei Wochen soll ich einen Befund in den Händen halten. Doch vorher wird noch einmal Blut abgenommen und das bereits am Freitag. Ich frage mich langsam, ob die Klinik durch Vampire geleitet wird…

Endokrinologie

Heute war ich beim Professor in der Endokrinologie vorstellig. Neben allgemeinen Fragen zur Gesundheit ging es natürlich um die körperlichen Belastungen, die mich dazu bewogen haben, mich in das Projekt „Schlauchmagen“ zu begeben.

Anschließend wurde Blut abgenommen. Fünf Ampullen wurden gefüllt. Das Blut schien mir dunkel und klebrig.

Ich erinnerte mich an die Zeit, als ich Blut spenden war. Da sah das Blut heller aus. Klar, durch die regelmäßige Abnahme wurde stets neues, frisches Blut im Körper erzeugt. Frisches Blut sieht im Allgemeinen eben heller aus. Nächster Termin morgen: Wieder Blut abnehmen.

Warum nun so viel. Zum einen werden diverse Analysen gemacht. Zum anderen gelten die heute erfahrenen Werte als Basalwert, also einem Grundwert zum Vergleich auf die weiteren Ergebnisse des Der Dexamethasonhemmtest und des Zuckerbelastungstests.

Lust auf Laster

Ich kann wohl nicht leugnen, dass in meiner  Ernährung etwas schief läuft. Solch Buddhaplautze gesellt sich ja nicht ohne Einladung an das Sixpack. Da trifft mich wohl eine – wenn auch kleine – Mitschuld.

Ich bin ja nun Gesundheitsevangelist und versuche mal mein Essverhalten rückwirkend zu erfassen. Gehen wir dabei chronologisch vor, also von morgens bis zum Abend…

Belegte Brötchen, Mandelhörnchen oder Amerikaner… oder beides. Ja, morgens soll man wie der Herr Kaiser essen. (”… Mehr vom Leben”).

Mittags ist immer so eine Sache. Manchmal wärme ich mir das sonntägliche Überbleibsel in der Mikrowelle auf, oder das Frühstück wird auch einmal fortgesetzt. Meist esse ich gar nichts und gehe lieber eine Rauchen.

Abends ist Feierabend. Kind und Kegel sind im Bett. Endlich mal Zeit, eine Pizza aus dem Freezer zu genießen. Selbstverständlich am PC, denn der Feedreader ist ja auch gefüttert. Bestenfalls schaffe ich es zum gemeinschaftlichen Abendbrot zuhause zu sein. Dann gibt es neben Brötchen und Kassler auch ein Stück Gurke.

Da ich weiß, wie wichtig das Trinken ist, gebe ich mir hier insbesonders viel Mühe und komme auf ca. 2,5 l Kaffee am Tag, vielleicht auch noch etwas anderes dazu. Aber der Kaffee ist gesetzt. Es gibt natürlich keinen Alkohol.

ist ja auch klar warum: IST UNGESUND!

Ich lasse das mal unkommentiert stehen. Hierbei handelt es sich ja um eine flüchtige Bestandsaufnahme.

Blogger specken ab

Ich bin entschlossen, etwas an meinem Verhalten zu verändern, um meine Ziele hinsichtlich Gewichtsreduktion, Wellness und Fitness zu erreichen. Hierbei ist es nicht ganz von Bedeutung, wie schnell das Gewicht flöten geht, denn die Relevanz liegt bei mir, wie bei den meisten auf Nachhaltigkeit.

Ich kenne einige, die sich in Rudeln treffen, sich gemeinsam (aber eigentlich doch einzeln) auf die Waage stellen, Pfund für Pfund verlieren und endlich wieder im Leben happy sind. Sie haben sich durch die Gemeinschaft identifiziert und Vorgebetetes gelebt. Leider waren sie nicht in der Lage die Lehren zu verinnerlichen.

Als sie sich dem Rudel entzogen, kam das böse Erwachen und ein Jojo-Effekt setzte ein. Will meinen, sie wurden dick und fetter, als zuvor. Es gibt auch welche, die es geschafft haben, aber die scheinen mir in der Minderheit zu sein.

Nun hat sich ein neues Rudel gebildet, die der abspeckenden Blogger. Nadine Hößrich alias Maya startete auf icy2.de eine Initiative namens “Blogger specken ab”. Hier lassen sich Blogger listen, die sich dem Ziel verschrieben haben, sich endlich wieder neue Kleider kaufen zu wollen. Ich habe mir die Blogs der Teilnehmenden mal angeschaut und muss sagen, dass manche inzwischen beachtliches vorweisen können. Rio z.B. möchte 150 kg abnehmen und ist auf dem besten Weg dorthin. Respekt!

Wer dabei sein möchte, kann sich im Blog anmelden. Allen wünsche ich viel Erfolg und aus purem Egoismus beziehe ich mich damit mal ein.

Update vom 01.01.2016: Die Links sind alt und gibt es nicht mehr. Wer Einblick erhalten möchte kann hier fündig werden:

Blogger specken ab
Ich suche Eure Blogs

dick sein ist cool

Ach, ich kenne keinen Dicken, der sich nicht wohl fühlt. Das bestätigt mir jeder, so wird doch etwas dran sein! Es ist o.k. und man emanzipiert sich und seinen Status als Dicker inzwischen in Gesellschaft. Das fällt einem zunehmend „leichter“, denn Sympathisanten und Aktive stoßen immer mehr zu unserer Gemeinschaft hinzu.

Bereits Schulkinder haben den Trend entdeckt. So spaltet sich deren Bewegung in diejenigen auf, die dem ntb – Next Topmodel Bohnenstange hinterher eifern und denen, die mit Gemütlichkeit umzugehen wissen.

Da können Weight Watchers und Detlef Pape Ihre Moral apostilieren oder uns mit visuellem Werbebotschaften torpedieren: Wir bleiben standhaft – und fett.

Warum sollte man auch in Zeiten des immer wollenden Wachstums etwas an der sich ständigen nach oben drehenden Spirale (Waage) etwas ändern? Jahrelang hat man das Hüftgold und den Schinken in der Hose mit sich geschleppt, da muss doch der eine andere Muskel trainiert worden sein. Ja, Poser… die zeigen ihre Muskeln. Hässlich um die Bizeps gedreht schnürt sich deren Aminospirale.

Wer braucht das fürs Leben? Ein Waschbrettbauch habe ich auch, sogar die Deluxe-Edition!

Warum sollte ich mir den Stress antun und abnehmen? Schließlich gilt es in der heutigen Zeit, Stress zu vermeiden. Sport und Diäten sind Psychostress pur. Nein, ich stehe zur Adipösität, Warum auch nicht. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich immer noch den knackigen Sportler von einst. Manchmal schärft sich mein Blick… man wird eben nicht jünger. Die eine oder andere Lachfalte ist ok.

Wenn man sich diejenigen mal genauer anschaut, die einen „Der Mann ohne Hals“ nennen, sieht man kaschierende Pullover. Häme macht sich dann in mir breit. „Bald wirst auch Du zu uns gehören…“ Der Waschbärbauch lässt sich auch bei dir nicht mehr verstecken.

Fitness – grins – ohnehin eine Modeerscheinung! Ich bin fett fit! Gerade gestern habe ich einen Tisch zusammengebaut, ganze vier Tischbeine an die Platte geschraubt. Wenn man schweißgebadet fertig ist, weiß man, was man geleistet hat. Soll mir also keiner erzählen, Dicke wären unsportlich. Und beim Sex erst. So ein Schweißtropfen im Auge der Partnerin stimuliert doch richtig und peppt das ganze Geschehen ein wenig auf; Da kommt Leben auf die Matratze. Und man hat was zu bieten. Muss doch schön sein, wenn man so richtig zupacken kann. Ach, das Leben kann so herrlich sein!

So denke ich an meinen kleinen Sohn, den ich über alles liebe. Auch er soll mal glücklich sein!

Wenn ich Glück habe, werde ich sein Abitur erleben. Man weiß ja nie… Spaßbremsen gibt es ja überall. So einen Schlaganfall / Herzinfarkt in frühen Jahren ist sicherlich nicht einfach zu stemmen.

Aber…

… wenn … wenn… … …

ich melde mich noch mal

gesunde Ernährung

Hallo liebe Leser,

es hat sich in den letzten Tagen einiges zugetragen, bewegt und manifestiert. So ist das Leben – immer in Bewegung. Bei wem das nicht der Fall ist, sollte seine Leben überprüfen, denn wer rastet, der rostet.

Das Thema Ernährung beschäftigt mich schon eine kleine Weile: Eigentlich 35 Jahre, denn soviel Lenze zähle ich. Ja, man wird nicht jünger und so langsam wird einem klar, dass das Abnehmen nicht mehr so leicht von der Hand geht, wie mit 20. Woran mag das wohl liegen?

Ich habe schon eine Menge geplant, um mein Gewicht zu reduzieren. Aber es hat nichts genützt! Nach reiflicher Überlegung erkannte ich nun auch warum. Planen alleine nützt nichts 😉

Man sollte dafür auch einige Anstrengungen unternehmen!

Tatsächlich? Muss man sich anstrengen, um abzunehmen? Ich wage die These: muss man nicht. Ich war vor einigen Tagen bei einer Info-Veranstaltung in der Kita unseres Sohnes. Das Thema war die gesunde Ernährung unserer Kinder im Rahmen eines vom Bund und der Verbraucherzentrale unterstützten Projektes Fit Kid.

Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen, möchte aber (noch) nicht auf Details eingehen. Aber eines kann ich sagen: Sich gesund zu ernähren kostet keine Anstrengung, nicht mehr Geld und auch nicht mehr Zeit. Es kann so einfach sein.

In diesem Sinne, dran bleiben!